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Museumshof Valluhn: zur Person

Ausstellung: Zwischen Himmel und Erde

[*] Barbara Koch, Hamburg
[*] Ullrich Diezmann, Berlin
[*] Stefan Friedemann, Berlin
[*] Peter Lindenberg, Berlin
[*] Jürgen Schäfer, Groß Brütz
[*] Christian Schmidt, Berlin
[*] Volker Schomeier, Bielefeld
[*] Frank Tornow, Berlin

Barbara Koch

VITA
Geboren in Troisdorf/Köln, dort mit den Eltern im Waldhaus gelebt. Umzug zu den Großeltern nach Kassel in Waldnähe. Erste Reisen nach Schweden schon als Kind. Schulzeit in Kassel und Hannover. Heirat mit dem Architekten Michael Koch und Geburt von Sohn Nils. Viele Reisen nach Südeuropa. 1980-1982 Studium der Freien Malerei an der Fachhochschule Hannover. Die ersten Bilder sind Stilleben: "In der Malzeit". Heirat mit dem Schauspieler Hans Heller. 1983 Serie von großformatigen Wasserbildern: "Im Wasserspiel". 1983 1. Preis der Stadtwerke Hannover. 1983-1987 Studium der Freien Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. 1984-1986 "In Licht- und Schattenräumen", Bilderserie mit märchenhaft erfundenen Tier- und Landschaftsformen. 1984 Förderpreis des Landes Niedersachsen. 1985 Beginn der Sammlung von Welterden. 1981-1988 Bühnen- und Kostümbilder für verschiedene Theaterproduktionen. 1986-1989 Arbeiten an großen Bildern mit Tierherden in Landschaften. 1986-1987 Auszeichnung als Meisterschülerin an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig bei Prof. H. Albert. Seit 1987 als freischaffende Künstlerin tätig. Ab 1988 Halbreliefs aus bemaltem Gips und Objekte mit erdfarbigen Ritzzeichnungen. Ausgedehnte Reisen und Wanderungen nach Skandinavien und Südeuropa. 1987 Stipendium der Stadt Uelzen. Umzug nach Hamburg 1989 und Ausbau einer alten Fleischräucherei zum Wohnatelier auf St. Pauli. 1990-1994 Bilderzyklus: "Im Material", aus den Welterden gemalte ungegenständliche Materialbilder. Seitdem viele Atelieraufzeichnungen. 1992 Stipendium des Kunstfördervereins Donnersbergkreis. Seit 1994 Schreiben an den "Abrupten Versen" und "Ateliernotizen". 1995-1996 Bildserie "Menschenherden-Himmelwärts". 1997 Fotoserien: "Gebratener Hase", "Erdnussflips", "Plattgefahrene Kröten". Seit 1997 Weiterarbeiten an dem Thema der Herdentiere: es entstehen neue Stierbilder, Schweine, Pferde, Elche, Elefanten, Hasen, Schafsherden und Skulpturen aus gefundenem Weltmaterial. Reisen nach Afrika durch verschiedene Wüstengebiete. 2001/2002 Gründung, Ausbau und Umzug in das neue "Künstlerhaus Ohlendorffturm" in Hamburg.
Einzelausstellungen


Ausstellungsbeteiligungen

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Ullrich Diezmann

VITA


Einzelausstellungen

Gruppenausstellungen
Komplexität des Einfachen – Landschaftsbilder von Ullrich Diezmann

Auf den ersten Blick einfache, reduzierte, leere Horizontlandschaften und Wolkenformationen sind die Sujets des Malers Ullrich Diezmann, geboren 1959 in Gifhorn.
Auf kleinformatigen Holztafeln stehen sich Himmel und Erde, bildlich als Wolken und Landschaftsausschnitte gegenüber.
Bewusst fehlen Ullrich Diezmanns Arbeiten jegliche Anzeichen menschlicher Existenz.

Doch gerade im Fehlen des Menschen wird sein Platz deutlich gemacht: er steht außerhalb des Bildes, der Natur, hat sich ihr weit entfernt. In fast andächtiger Position bleibt dem Betrachter nichts weiter übrig, als sich traumversunken an die Bilder der eigenen Kindheit, an helle, grüne, friedliche Landschaften bzw. Wolkenbeobachtungen, die mit naiv-verspielter Freude Bekanntes zu entdecken suchten, zu erinneren, als man feststellte, dass die Wolkenbilder nicht dauerhaft waren. Dass sich gefunden geglaubte Tiere, Schiffe oder Schlösser am Himmel veränderten und letztlich verschwanden und man sich auf neue Entdeckungsreisen begeben musste.

Und wer Ullrich Diezmanns Wolken betrachtet, wird das gleiche Phänomen beobachten können. Nichts ist dauerhaft, alles ist im Fluss. In der Wiederholung versinnbildlicht Ullrich Diezmann die Veränderung. So paradox dies auf den ersten Bilck erscheinen mag, macht es doch Sinn. Die Rückbesinnung auf Bekanntes, der Blick zurück, wird als Grundlage für Veränderung und Fortschritt verstanden: die Wolke als Sinnbild für das menschliche Leben.
Ähnlich verhält es sich mit den Landschaften. Auf den ersten Blick gleichförmig, zeigt sich beim zweiten Blick die Unterschiedlichkeit jedes Einzelnen. Wieder sind minimale Veränderungen der Kompostion und des Kolorits Stimmungsträger und geben den Landschaften ihren besonderen Chararkter. Keines ist wie das andere und dennoch gleich. Klaren, bekannten und vorderhand einfachen Motivserien gibt Diezmann in seinen Arbeiten weitere komplexere Sinnebenen bei.

Wer Lust hat, diese Arbeiten zu erleben und auf sich wirken zu lassen und weitere Bedeutungsebenen zu entdecken, sollte es nicht versäumen sich die Orginale anzusehen.
Steffen Zarutzki, Berlin, Dezember 2003

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Stefan Friedemann

VITA


Arbeiten in öffentlichen Sammlungen
Einzelausstellungen
Grammatik der Steine
Stefan Friedemann malte Bilder zur Versen von Ulrich Grasnick.
Beider Thema ist die Sächsische Schweiz. Von Ingeborg Ruthe
Das Topografische gibt sich leicht zu erkennen, doch nichts in diesen Bildern, die in Stefan Friedemanns Berliner Atelier an den Wänden lehnen, ist abbildgleich. Aus tonigen Farben, dick gespachtelt, gekratzt oder aber fast nur transparent aufgetragen, wächst das Elbsandsteingebirge: Felstürme, Steilwände, Tafelberge. Die Natur als Modelleur. Die bizarren Formen des Sandsteins, den vor hundert Millionen Jahren ein Kreidemeer abgelagert hat, reizen Maler seit Jahrhunderten. Die Flut im letzten Sommer, sagt Friedemann, hat den Steinen nichts anhaben können. Aber in seinen Bildern ist es, als hätten die Elbe und ihre Nebenflüsse die barocke sächsische Baukunst vorweggenommen, als sie aus dem Sandstein Dome, Türme, Burgen herausspülten. Die Festung Königstein etwa.
Den Anstoß, die Felsen zu malen, gaben Gedichte. Ulrich Grasnick, 65, ließ Stefan Friedemann, 40, seine Verse lesen, "Fels ohne Eile" hat der Lyriker sie überschrieben und darin ist die Rede von "Kindheitstürmen", zuerst aber vom Canaletto-Blick über den Marktplatz von Pirna, wo Grasnick und auch Friedemann geboren wurden und vor ihrer Berliner Zeit lebten. Dann von einem Elbschiff im Frühnebel, wie schon Caspar David Friedrich eins gesehen hatte. Schließlich vom Lilienstein, vom Königstein, dem Schrammsteintor. Und der Bastei.
"Es gelingt nicht,/die Felsen/mit Schreien anzurühren,/aber Du kannst/Deine Zaghaftigkeit/abwerfen im Schrei,/das angestaute Wort/aus der Gefangenschaft/entlassen./Du kannst im Aufstieg/um Atem ringen,/um danach frei zu sein/für deine Stimme", schreibt Grasnick. Friedemann las die Gedichte, steckte den Skizzenblock ein und stieg von der Elbe auf zur Bastei. Dieses Gebirge, sagt er, spiele Versteck mit dem, der es nicht kenne. Es will langsam entdeckt werden, auch deshalb wird "Fels ohne Eile" der Titel für einen Band mit Friedemanns Bildern und Grasnicks Gedichten. Er wird in der Edition 2003, Lesebühne der Kulturen, Berlin Karlshorst, erscheinen. Diese Landschaft hat einst schon die Maler der Romantik fasziniert, Caspar David Friedrich, Carl Gustav Carus, auch zwei junge Schweizer namens Anton Graff und Adrian Zingg. Mit dem Zeichenblock entdeckten sie um 1800 die Felsen und Schluchten für sich, überwältigt vom Gegensatz zwischen Dramatik und Idylle. Und weil die Landschaft die beiden an ihre Heimat erinnerte, nannten sie das Elbsandsteingebirge die "Sächsischen Schweiz".
Mit Schichtungen, auch mit kubistischen Formationen beschäftige er sich seit Jahren, erklärt Friedemann. Aber ebenso spannend ist für ihn das Atmosphärische der Landschaft, das sich nun auf den Bildern niederschlägt: Die Frühnebel, das Morgenlicht, die Wandlung der Grautöne, das Aufglühen der Felsen in der Sonne, das Verschatten und Verdüstern, wenn Wolken den Himmel zuziehen, Regen, gar Gewitter nahen oder die Nacht kommt. Es seien letztlich Grasnicks bilderreiche Verse gewesen, die ihn dazu brachten, "das Tektonisch-Heroische" der Felsen aufzulösen. "Durch Licht versuchte ich dem Pathetischen - dieser Gewissheit, dass der Fels ewig und der kleine Mensch davor vergänglich ist - zu entkommen", sagt der Maler.
In "Basteifelsen im Nebel mit durchbrechender Sonne" treten die Felsen geradezu reliefhaft aus der Fläche. "Pfaffenstein, vom Lilienstein aus gesehen", erinnert an einen Regentag. Wenn es im Elbsandsteingebirge regnet, bleibt es oft tagelang dunkel, fast bleiern, das machte schon die Bilder der Romantiker so melancholisch. Etliche Motive sind abstrahiert, von Dunst überzogen, an manchen Stellen der Leinwand, auf der Friedemann die Ölfarben mit Quarzsand mischt, um die taktile Struktur zu erreichen, bleibt die Oberfläche trotz Spachtelns fast transparent. Immer dient der Horizont als Bezugspunkt, und das Ausschnitthafte der Landschaft findet sich im größeren Zusammenhang. Und im Bild "Lilienstein am Horizont" offenbart die Landschaft ihren eigentümlichen Rhythmus: eine Grammatik der Steine.
(aus Berliner Zeitung vom 9.August 2003)

„...in der kleinen Bibliothek der Gipfelbücher“
Bilder von Stefan Friedemann zu dem Gedichtband „Fels ohne Eile“ von Ulrich Grasnick

Kein leichtes Unterfangen, Lyrik über eine bestimmte Landschaft zu illustrieren, noch dazu, wenn der Dichter der eigene Vater und die Landschaft – die Sächsische Schweiz – dessen Kindheitslandschaft ist. Stefan Friedemann zeigt mit seinen Bildern zu den Geschichten von Ulrich Grasnick, dass die doppelte Brechung der Wahrnehmung einen eigenen Zugang erlaubt. Mit der Ölmalerei bedient er sich eines ihm vertrauten Mediums, das nicht eben typisch für die Buchillustration ist und in der Art, wie er sie handhabt, alles Erzählerische ausschließt. Doch die kleinen Formate der Bilder, die sie gleichsam zu modernen Nachfahren der Landschaftsstudien der Romantik machen, lassen sie als selbstverständlich zugehörig zur „kleinen Bibliothek der Gipfelbücher“ erscheinen.

Wie gewohnt setzt Stefan Friedemann auch in diesen Bildern, denen neben der Lektüre der Gedichte von Ulrich Grasnick auch eine Reise in die Sächsische Schweiz vorausgegangen ist, auf strenge Auswahl und Konzentration. Die landschaftlichen Attraktionen Bastei, Schrammsteine, Lilien-, Pfaffen- und Falkenstein transformiert er in - seine Malerei auch sonst auszeichnende – Tektonik und Strukturen, die durch Helligkeitswerte und Schattenpartien ein Eigenleben führen. Die Vielfalt landschaftlicher Motive und Details ist wie das Kolorit maximal zurückgenommen. Der Malprozess selbst, die Bildung von großen und kleinen flächigen Segmenten durch die Bewegung und den Druck des Spachtels, scheint geologische Langzeitprozesse wie im Zeitraffer auf der Leinwand nachzuvollziehen und sie zu Formationen des Ewigen zu verdichten. Darin entfalten hellere Farbpartien, Lichtbahnen, Wolken und Nebelschwaden gleich, ihr Spiel. „Getrieben von Schatten und Licht die Linien vorbereitet für den Weg unserer Augen...“, heißt es im Gedicht „Canaletto malt den Marktplatz von Pirna“. Sie könnten auch als Motto über den sorgfältig komponierten Bildern von Stefan Friedemann stehen.

In den Querformaten mit hohem Horizont dominieren aneinander gereihte, hoch aufragende Quader, manchmal in die Diagonale geneigt, deren versetzte Schichten den Rhythmus der Wahrnehmung vorgeben. Während die Silbertöne des Himmels ein ungestörtes Schweifen des Blickes erlauben, zwingen Ocker, Schwarz und dunkles Grau der Felsen zum Innehalten, zum visuellen Auf- und Abstieg. Es ist keine gefällige Landschaft, sondern, wie Ulrich Grasnick es formuliert, eine, „die die Eiszeitpresse überstand“. Gipfel und Grund bleiben unberührt.

In den Hochformaten ist das Schroffe der Formen und das Schrundige der Oberfläche noch stärker betont, wobei helles Ocker sommerliche Wärme suggerieren und verschieden getönte Weiß sich zu Nebel, zu jener „andere(n) Art von Finsternis“, zusammenschieben kann. Übermächtig ragen sie auf, die Felsen, die, wie schon Caspar David Friedrich und seine Zeitgenossen erfuhren, atemberaubende Durchblicke und unerwartete Einblicke gewähren. Kommen Lichtschneisen hinzu, gebrochen von wechselnden Gestein, dann setzt sich eine schwankende Kulisse in Bewegung, wie in den frühen Bildern von Lyonel Feininger. Im Blick aus dem Nadelöhr auf den Lilienstein spannen sich gegeneinander gesetzte Flächen, es mögen geologische Formationen oder bearbeitete Felder sein. So erweist sich auch Stefan Friedemanns Bild von der Sächsischen Schweiz als Summe von subtiler Naturbeobachtung und kunsthistorischer Reflexion. Was er dem Vater belässt, ist der Blick zurück auf die Kindheit und ihr Geschehen.

Ada Raev, Oktober 2003

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Peter Lindenberg

VITA

Ausstellungen

Perspektive

Der Fluchtpunkt ist eine Erfindung der Renaissance; ein Idealfall. Gehe ich aber durch die Landschaft, so sehe ich sowohl in der Wildnis des Waldes als auch der Horizontlinie des freien Feldes hunderte von Fluchtpunkten, so dass es mir vorkommt, als ob ich der einzige Zentralpunkt bin, von dem aus die Ideallinien in die Ferne weisen.


Wetter

Jedes Wetter lässt Landschaft unterschiedlich erscheinen. Manchmal achte ich nur auf das Licht und die Stimmung. Ob es ein grauer Landregentag ist, der die Felder flach erschienen lässt oder ein heller Sonnentag ist, der Tiefe in die Flächen bringt. Ich achte dann kaum noch darauf, welche Gegenstände sich in der Landschaft befinden


Das ideale Museum

Ich stelle mir das ideale Museum wie ein Labyrinth vor, in dem sich unterschiedliche malerische Ansätze zu einem Thema z.B. Landschaft befinden. Der Besucher irrt herum und trifft immer wieder auf neue Bezüge von alter und neuer Malerei. Dieses Museum ist von innen begehbar, aber auch von oben. Die Wege sind durch eine Glasscheibe nachvollziehbar. Wenn ich male, befinde ich mich im Labyrinth, ich stoße immer auf neue Querverbindungen der Kunstgeschichte. Wenn die Ausstellung dann aufgebaut ist, habe ich für einen kurzen Moment das Gefühl, auf meine Wege blicken zu können.
Texte: Peter Lindenberg

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Jürgen Schäfer

"Landschaftsexperiment", Malerei

Landschaftskunst hat bedeutende Entwicklungsschübe in Umbruchszeiten erlebt. Landschaftskunst und Umbruchszeit stehen in engem Wechselverhältnis. Wie in der Renaissance um 1500 und der Umbruchszeit der Aufklärung gewinnt die Natur und das Landschaftsbild nach 1990 im Deutschland der Nachwendezeit eine neue und ungewöhnliche Bedeutung.
Die seit 1990 einen Aufschwung erlebende Kunstfotografie kapriziert sich auf Riesenformate und thematisiert Welt-Landschaften und die nach dem Mauerfall ausufernde und plötzlich entgrenzte Wirklichkeit. Bemerkenswerte Maler nutzten die Landschaft als Freiraum bildnerischer Experimente und neuer Formversuche.
Der Maler Jürgen Schäfer ist ein exemplarisches Beispiel für diese Parallelität von Landschaftsbild  und Umbruchszeit. Vor dem Mauerfall in metaphorischen Figurenbildern mit dem Kalten Krieg befaßt, findet Jürgen Schäfer nach 1990 im Landschaftsbild den Gegenstand einer künstlerischen Neubesinnung. Schäfers experimentelle farbstarke Bilder der 90er Jahre veranschaulichen den Prozess der Neuvergewisserung der Malerei und deren Suche nach neuen Kontexten in der unmittelbaren Nachwendezeit.

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Christian Schmidt

VITA

Ausstellungen

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Volker Schomeier

VITA


Ausstellungen Auswahl
Einzelausstellungen Gruppenausstellungen
Volker Schomeier schweigt mit beredeter, ins Bild gesetzter Gegenständlichkeit. Er führt den Betrachter – wie zufällig – hinter die Bühne der Großaufführungen des Menschentheaters: „Backstage“. Auf seinen Leinwänden vergegenwärtigt er dem Betrachter auf poetisch-, manchmal magisch-realistische Weise die melancholisch inaugurierte Wahrheit von der Vergänglichkeit von Welt. Alle aufgebrachte Mühe scheint zum Stillstand gekommen. Der Auftritt – auf jener Bühne unserer Schauspielerei – ist noch im Gange oder schon lange vorbei. Der Clown, noch im Kostüm, die dressierte Maus zu seinen Füßen, haben den Applaus oder die Buhrufe hinter sich, falls denn überhaupt jemand da war. Aber, wozu brauchen wir das Stück? Werfen wir doch, während es vorne auf seinen Höhepunkt zuläuft, besser einen Blick in die Requisitenkammer.
Bernd Schlipköther, GALERIE BAAL, Bielefeld, im Februar 2001

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Frank Tornow

VITA


Ausstellungen Auswahl
Einzelausstellungen (Auswahl) Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

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Ausstellung: Tiere und Menschen

Barbara Focke

Barbara FockeSchauspielerin und Regisseurin, studierte an der Folkwang Hochschule in Essen. Sie startete ihre Laufbahn am Staatstheater Oldenburg und spielte später vor allem in Wien und Hamburg, wo sie 1980 das TaT - Theater auf Teilung - gründete und dort erfolgreich spielte und Regie führte.
Sie war in zahllosen Fernsehproduktionen zu sehen, von Max Färberböcks "Einer zahlt immer" bis zur "Novizin" und als immer eindrucksvoller Gast in Serien wie Großstadtrevier, Bülowbogen, den Brunetti-Verfilmungen oder dem "Geheimnis des Rosengartens".

Seit acht Jahren ist sie Besitzerin der Jack-Russell-Hündin Lena, deren graziöse Schönheit der Anlass wurde, ihre in der Jugend weggeschobene malerische Begabung wieder zu entdecken. Mehr als 60 Lena-Porträts gibt es mittlerweile, aber auch andere Hunde- und Tierbilder entstanden, bis sie sich an das Menschenbild wagte: In ihrer neuen Heimat, einem Dorf am Schaalsee in Mecklenburg, hat sie in den letzten Jahren Porträts der Nachbarn und Freunde in der Schaalseeregion gemalt - großformatige, farbenfrohe, kraftvolle Tafelbilder. Heute versteht sie sich als "Porträtmalerin" von Tieren und Menschen.


© 2001-2004 Zita Mörke