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Ausstellung 28. Juni bis 24. August 2003

Der Museumshof zeigt 5 Künstler

Barbara Koch ist in zahlreichen internationalen und nationalen Ausstellungen zu sehen.
Sie lebt und arbeitet in Hamburg. Kataloge u.a.
"Seltene Erden", Kunsthalle Kühlungsborn 1998
"Im Tierspiegel", Karl Albrecht Verlag Hannover 2002.

MBargo (Matthias Bargholz) lebt und arbeitet in Neuenkirchen/ Schaalsee,
www.bargholz.de

Achim Leseberg ist Mitbegründer der Galerie Falkenberg, Hannover.
Er lebt und arbeitet in Hannover.
www.falkenberg.de

Norbert Fleischer stellt national und international aus.
Er lebt und arbeitet in Hannover.
Kataloge: Kunstverein Salzgitter 1993
Kunstverein Gerden 2000.

Gunter Gerlach lebt als Autor in Hamburg.
Er hat zahlreiche Romane veröffentlicht.
www.gunter-gerlach.de








Ausstellung 7.-29. Juni 2003

Kunst : offen
Art im Reservat: "Lebens(t)räume"

Ines Bargholz : Porzellandekor, Malerei
Malerei, Graphik, figürliche Keramik, Textilgestaltung, Porzellan… Ines Bargholz versteht sich als ganzheitliche Künstlerpersönlichkeit, die sich nicht einschränken lässt. Aber das Porzellan markiert den Weg, auf den sie immer wieder zurückkehrt. Ihre Art, es zu dekorieren, beeinflusst von der Malerei und umgekehrt, spiegelt ihr Wesen und unsere Zeit. Jede Tasse, Vase, jeden Teller verwandelt sie, in mehreren Schichten und Bränden, mit der von ihr entwickelten Collagentechnik und dem Pinsel in ein Kleinod. Es ist jedoch keineswegs als Sonntagsgeschirr gedacht. Oder doch? Wenn es nach Ines Bargholz geht, ist jeder Tag voller Sonne, voller Lebensfreude, die auch aus ihren Bildern und dem Porzellan spricht.

Renate Derstappen : Flechtatelier
Ihre flinken Hände flechten Möbel, Körbe, Schalen, kurz Gebrauchsgegenstände jeglicher Art und Form. Renate Derstappen findet durch sie zur Natur und zu einer sinnlichen Gestaltungskraft.
Das Flechten wird auf der ganzen Welt ausgeübt und noch immer geschieht es vor allem mit den Händen, denn selbst im Industriezeitalter ist keine Maschine in der Lage, ausdrucksvolle und durch Phantasie zum Leben erweckte Objekte zu schaffen. Renate trägt mit ihren Arbeiten dazu bei, dieses Handwerk zu bewahren.

Simone Hantsch : Autorin
Wege mag sie. Wege die in die Ferne führen oder durch den Wald hinterm Haus, Wege, auf denen die Kraniche ziehen, Wege die Menschen gegangen sind. Gekreuzt, verschlungen, krumm oder gerade, wie es so kommt. Lebenswege, wie der der Schweizer Dokumentarfotografin Gertrud Duby-Blom, die sich viele Jahre im mexikanischen Chiapas für die letzten Mayas, die Lakandonen engagierte. Simone Hantsch erzählt von ihnen, schreibt Portraits und Reportagen. Am Schaalsee geht sie am liebsten auf den uralten Wegen, die von Schaalseeelfen, Kobolden und der Watermöme berichten. Sie liefern den Stoff für neue Geschichten.

Kerstin Jordan : experimentelle Bildhauerin, Malerin
Lebensräume zu gestalten ist ihr Metier und mit der ihr eigenen Energie haucht Kerstin Jordan ihren Figuren Leben ein. Gewohnte Linien und Formen werden aufgelöst und finden sich neu zu wundersamen Gebilden, Räumen, die zum Verweilen einladen. Sie experimentiert mit plastischen Materialien wie Zement, in die sie wiederum andere Stoffe einarbeitet. Das Resultat sind leuchtend bunte Mosaike oder auch Fußböden mit eingelegten Flaschen.

Dodo von Klodt : Kunstweberei
Das freie Spiel mit frohen Farben bestimmt ihren Stil. Deshalb wirken die Tücher und Stoffe ganz anders als traditionelle Webarbeiten, obwohl die klassischen Techniken Grundlage ihrer Arbeit sind. Vor über zwanzig Jahren hat sie die Weberei in ihren Bann gezogen.
Ein uralter, halbverrotteter Webstuhl, den ein Bauer nach dem Entrümpeln seiner Scheune loswerden wollte, gab den Anstoß. Wenn Sie eine Vorliebe für farbenfrohe und individuell gewebte Baumwollschaals und Wolldecken haben, sind Sie bei Dodo von Klodt an der richtigen Adresse.

Coco Radsack : Metall- und Schmuckgestaltung
Schon ihre Vorfahren nutzten die alten Metalltechniken wie das Treiben. Sie geben den Arbeiten von Coco Radsack ihre unverwechselbare Gestalt. Es entstehen Schmuckstücke, Wandbilder, Hauszeichen, Teller, je nach Laune oder Nachfrage. Ständig wird Neues ausprobiert, wechseln die Themen und die Materialien. Neben Silber und Gold kommen Aluminium, Messing und Kupfer zum Einsatz.
Am liebsten lernt sie denjenigen, der ihren Schmuck tragen will vorher kennen oder sie schaut sich das Büro an, das neue Lampen bekommen soll, um so ein ganz individuelles Stück zu schaffen. Etwas Besonderes sind für Coco Bücher, eigene oder die anderer, die sie mit Materialcollagen illustriert.

Bettina Schürmann : Interieurmanipulation
In ihrer Nähe kann es durchaus unheimlich werden, denn Bettina Schürmann näht alles ein, was ihr unter die Finger kommt. Vasen tragen gesmogte Kleider, Einrichtungen verschwinden unter Stoffbahnen. Ganze Hotelzimmer werden in eine Art Overall gesteckt und erhalten so ein völlig neues Gesicht. So gibt es Zimmer ganz nach Wunsch – mal blumig üppig im Stil der 60er oder minimalistisch in Grautönen.
Nach Benutzung kann das Zimmermädchen alles abziehen und der Wäscherei übergeben.
Die Ideen für diese originelle Dekorationsform entwickelte sie während ihres Studiums der Innenarchitektur, das sie in den vergangenen Jahren in den Niederlanden absolvierte.

Michael Timmermann : Wunderwerkstatt
Wurzeln, Symbol des Lebens, verbinden sich mit harten Metall und gehen eine wundervolle Symbiose ein, wie Körper und Seele. Erlebbar in den Plastiken und Skulpturen von Michael Timmermann.
Der freie Gestalter, der auch als Designer, Bildender Künstler und Dozent tätig ist, schafft in seiner Wunderwerkstatt auch Lampen, Stühle, Regalsysteme, Betten, Tische – kurz gesagt alles, was in Wohnungen und Büros, in Cafés oder im Theater an Einrichtung gebraucht wird. Die Arbeiten "sind das Ergebnis meiner persönlichen Vorstellung über den kreativen Prozess, bei dem die Kunst, die Bildhauerei, das Handwerk und darüber hinaus die Intuition die Basis bilden."

Katrin Zobel-Schürmann : "Hexenstich"
Schon als Kind griff sie zu Nadel und Faden, arbeitete später als Krankenschwester und Augenoptikerin und blieb doch am Faden, der die Kleider zusammenhält, hängen. Der Beschäftigung mit Stil und Farben, dem Folgen der eigenen Inspiration, entspringen Ideen, die sich um die Mode, um die Lebensqualität drehen. Im eigenen Atelier "Hexenstich" entwirft und näht Katrin Zobel-Schürmann elegante Kleider, Röcke, Mäntel in den unterschiedlichsten Materialien und Formen, die sie dann als eigenständige Kollektionen präsentiert.