In Testorf (75,4) wartet wieder ein Storch auf die Radler. Kurz darauf kommt eine Kreuzung (75,5). Das schöne alte Haus vorn rechts wartet schon lange auf neues Leben. Hoffentlich schafft es die Zeit bis dahin noch. Die Fahrt geht links weiter nach Schadeland. Die Landschaft hier ist durch die Boize geprägt, einem kleinen Flüßlein das in Boizenburg in die Elbe fließt und diesem Ort vielleicht seinen Namen gegeben hat. Dahinter sind die Segrahner Berge zu sehen. Es rollt sich gut bis Schadeland (76,8). Welch ein Name, da verblassen doch Namen wie Sorge und Elend. Bei der Landschaft, einem Elderado für Störche, würde es natürlich wundern, wenn Schadeland nicht seinen Storch hätte. Etwas waghalsig hat er sein Nest wieder auf einem Giebel gebaut und versorgt von hier aus auch das Umfeld mit seinen Abfällen. Schadeland hat auch seine Kreuzung (77.3) und um in der schönen Landschaft zu bleiben, geht es so kurz vor dem Ziel noch ein Stück über Landweg nach rechts. Links geht ein kleiner Feldweg rein zur Rabenhorst(77.9), einem wunderschön gelegenen Bauernhof, den es heute leider nicht mehr gibt. Dahinter liegt der Schimmelhof. Nach einem guten Kilometer kommt wieder feste Asphaltstraße (78,9) und rechts ist das Ortseingangsschild Valluhn (79,1) zu sehen. Rechter Hand liegen einige große alte Bauernhäuser und wenn das letzte Storchennest auf dieser Tour gesichtet wird, ist das Ziel erreicht. Hinter dem Storchenhaus kommt die Anlage des Museumshofes, geschafft und herzlich willkommen auf dem Museumshof Valluhn (79,4).
Ach ja, was am Beginn entfallen war, ist wieder in Erinnerung gekommen: Mecklenburg ist eben kein flaches Land, es hat eine abwechslungsreiche hügelige Landschaft. Wer diese Tour geschafft hat, kennt einen wunderschönen Teil dieses Landes.
Wer dann eine Nacht über diese Tour geschlafen hat und weiter fahren möchte, kann die Rücktour westlich des Schaalsees durch die Lauenburger Seenplatte nach Lübeck wählen und von dort wieder mit der Bahn zurück nach Rostock.